Liboriusschule

LWL Förderschule

Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung mit angegliederter Schule für Kranke

Deutsch

Im Fach Deutsch werden, orientiert an den Richtlinien für die Grundschule und den Richtlinien für die Hauptschule, die Bereiche (Non-) verbales Sprachhandeln, schriftliches Sprachhandeln sowie Umgang mit Texten und Medien unterrichtet. Dabei ist in Abhängigkeit vom jeweiligen Bildungsgang (Allgemeinbildende Schule, Förderschule Lernen sowie Förderschule Geistige Entwicklung) eine Anpassung an das Leistungsniveau (Kognition, Motorik und Wahrnehmungsleistungen) der Schülerinnenin vorzunehmen. Hierzu ist besonders im Primarbereich eine gründliche Diagnostik notwendig.

(Non-) verbales Sprachhandeln

  • Freudvolle Erfahrungen mit Sprache machen
  • Tüchtigkeit der Sprechorgane entwickeln
  • Austausch und Zusammenarbeit mit externen logopädischen Fachkräften
  • Kommunikation
    = (non-)verbal
    = mit Hilfsmitteln
  • Entwicklung einer Gesprächskultur in spielerischer Form,
    (u.a. Gesprächsregeln, einhalten, Sprechen in ganzen Sätzen)
  • kommunikative Handlungsfähigkeit, (u.a. telefonieren, Auskunft geben,
    freier Kurzvortrag)

Schriftliches Sprachhandeln

  • graphomotorische Basisübungen
  • Bild-Briefe / Texte als erweiterter Schreibbegriff
  • Druckschrift als Ausgangsschrift
  • Frühzeitiger Einsatz des Computers als Schreibmedium
  • Rechtschreiblernen (z.B. Orientierung an Sommer-Stumpenhorst)
  • Verfassen von an der Lebenswirklichkeit der Schülerinneninnen
    orientierten Texten (z.B. Einladungen, Gedichte, Bewerbungen, Einkaufslisten)

Umgang mit Texten und Medien

  • Situationslesen
  • Bilderlesen
  • Symbol- und Signalwortlesen
  • Struktur der Buchstabenschrift als Lautschrift (vom Leselehrgang orientiert am geistigbehinderten Schülerinnen bis zum Sprach- erfahrungsansatz)
  • Einsatz von Lautgebärden
  • Lesefreude entwickeln
  • sinnentnehmendes Lesen
  • Ausbau und Erweiterung der Lesefertigkeit
  • Textgrundlagen sind vornehmlich am Schülerinneninteresse orientiert
    (z.B. SMS, Internet, Comic, Buch, Zeitung, Zeitschriften...)

Die im Unterricht der Mittel- und Abschlussstufe verwendeten Texte sollen den Schülerinnen die Möglichkeit eröffnen "Erfahrungen und Erkenntnisse anderer mit den eigenen zu verbinden um auf diese Weise ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln." Strategien zum Verstehen von Texten sollen von den Schülerinnen unter anderem entwickelt werden.
Im Schuljahr 2005-2006 wird über das PCS System (Picture communication system) eine verbindliche Bildsprache für die "Bilderleser" eingeführt. Zunächst sollen Raumbezeichnungen und Zeichen für den Stundenplan gemeinsam vereinbart werden.
Das Material zur Diagnostik von Lese- und Rechtschreibfertigkeiten soll im kommenden Schuljahr um weiteres, für unsere Schülerinnen angemessenes ergänzt werden.