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Motorische Förderung

Bewegung bedeutet Leben, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung. Je größer die Mobilität eines Menschen, desto einfacher ist es für ihn, am Leben teilzunehmen, im wörtlichen Sinn "dabei zu sein". Deshalb kommt der Förderung der motorischen Fähigkeiten die gleiche Bedeutung zu wie der Förderung der intellektuellen Fähigkeiten. Welche Fähigkeiten in welchem Umfang zu welchem Zeitpunkt gefördert werden, muss immer ganz individuell abhängig vom Kind entschieden werden. Die Bewegungsförderung findet in unserer Schule nicht nur in den ausgewiesenen Sport- und Schwimmstunden sowie den Therapieeinheiten statt. Sie ist viel mehr ein durchgängiges Unterrichtsprinzip, sodass das Gelernte auch im Schulalltag trainiert werden kann.

M.O.V.E.

Das M.O.V.E.- Programm (Mobility, Opportunities, Via Education) verfolgt das Ziel, die großtmögliche Selbstständigkeit der Schüler:innen zu ermöglichen. Es werden regelmäßig individuelle motorischen Fertigkeiten im Alltag gefördert und eingeübt. Das Erreichen jeder neuen Lernstufe bedeutet für ein körperbehindertes Kind ein kleines Stück mehr Freiheit und Unabhängigkeit im Alltag.

Wahrnehmung und Bewegung

Wahrnehmung und Bewegung bilden die Grundlage der emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung. Die kindliche Wirklichkeit entsteht nicht im Kopf, sondern im Zusammenspiel aller Sinne. Der eigene Körper ist dabei der Ausgangspunkt allen Handelns. Körperwahrnehmung und Körpererleben bilden dabei in der Auseinandersetzung mit den materialen und sozialen Erfahrungen das Fundament für die Entwicklung von Lernen. Jede Schüler:in hat eine individuelle Art und Weise, sich mit der Umwelt, mit den Mitschüler:innen und Lehrkräften sowie den Unterrichtsinhalten auseinander zu setzen. Somit sind die individuellen Lernvoraussetzungen Maßstab für die Zielsetzung und alle Schüler:innen haben einen Anspruch auf diesen individuellen Lernweg. Für die unterrichtliche Praxis bedeutet dieses: Wahrnehmungs- und Bewegungslernen ist Unterrichtsprinzip unserer Schule.

fit4future

Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 nimmt die Liboriusschule an dem Projekt „fit4future“, eine Initiative der Cleven-Stiftung und der DAK, teil. Das Projekt hat es sich zum Ziel gemacht, die Lebensgewohnheiten von Schulkindern mit den Modulen Bewegung, Ernährung, Brainfitness, sowie Verhältnisprävention im System Schule nachhaltig positiv zu beeinflussen und diese Themen fächerübergreifend in den Unterrichtsalltag zu integrieren. Viele Spielmaterialien zur Entspannung, Stressabbau und Konzentrationsschulung im Rahmen der Brainfitness können von den Klassen ausgeliehen und im Unterrichtsalltag genutzt werden.