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Erste elektronische Kommunikationshilfen

Unter ersten elektronischen Kommunikationshilfen verstehen wir Taster mit Sprachausgabe, sogenannte Step by Steps. Mit einem Step by Step erleben die Schüler:innen echte Teilhabe im Alltag. Sie können begrüßen, von zu Hause oder aus der Schule erzählen, Fragen stellen, den Morgenkreis leiten, Witze erzählen, Spiele anleiten und vieles mehr.

Hierbei ist erst einmal nachrangig, ob die Schüler:innen den jeweiligen Inhalt verstehen, viel wichtiger ist die Reaktion des Umfelds. Die Schüler:innen erleben das Ursache-Wirkungs-Prinzip: „Ich drücke und es kommt Sprache“. Die anderen drehen sich um und reagieren. Durch einen aufgesprochenen Plauderplan initiieren sie ein Gespräch, werden als sprechende Person wahrgenommen und sammeln viele wertvolle Erfahrungen.

Neben Hilfsmittelversorgungen für einzelne Schüler:innen über die Krankenkassen, haben wir Dank unseres Fördervereins eine gute Ausstattung an einfachen Kommunikationshilfen in der Liboriusschule.

Alle Fachräume sind mit einem Step by Step sowie einem PowerLink mit Taster ausgestattet. Zudem stehen weitere Hilfsmittel zur Ausleihe und Erprobung zur Verfügung (I-Talk, SuperTalker, Quicktalker mit 7, 12 oder 23 Feldern, sowie GoTalks mit 9+, 20 und 32 Feldern).

Komplexe elektronische Hilfsmittel

Unter komplexen elektronischen Kommunikationshilfen verstehen wir Talker, mit denen eine freie Kommunikation möglich ist. Diese Talker verfügen über ein dynamisches Display und eine umfangreiche Kommunikationssoftware mit einem Vokabular von bis zu 2500 Wörtern. Die Ansteuerung erfolgt durch direktes Antippen, Scanning mit einer externen Taste oder einer Kopf- bzw. Augensteuerung. Schüler:innen, die die Kommunikation mit einer Augensteuerung erlernen, beginnen oft mit nur ein oder zwei Feldern und nutzen dafür hochentwickelte Technik.  

Das Erlernen von Sprache mit Hilfe einer Kommunikationssoftware erfordert von allen Beteiligten viel Zeit, Geduld und den täglichen Einsatz. Um die Schüler:innen beim Lernen zu unterstützen ist „Modelling“ unumgänglich.

Modelling bedeutet Vorbild – Sprachmodell sein!

Eine Kommunikationshilfe zu haben, heißt noch lange nicht zu wissen, wie man mit ihr spricht. Auch UK-Schüler:innen brauchen Vorbilder, die mit „ihrer Sprache“ / ihrer Kommunikationshilfe sprechen. Daher ist es notwendig, neben dem Erlernen des Vokabulars, auch gezeigt zu bekommen, wie man diese im Alltag einsetzen kann. Hierzu gehört auch das gemeinsame Suchen nach geeignetem Vokabular auf dem Talker!