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UK Schulhof Symbole

Nichtelektronische Kommunikationshilfen

Alles, was hilft einander besser zu verstehen, ist erlaubt! Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Für viele unserer Schüler:innen ist Sprache ein zu abstraktes Medium. Ihnen hilft es, wenn sie neben einer verbalen Aufforderung auch einen greifbaren Hinweis erhalten. Dies schafft Vorhersehbarkeit.

Ein Ball steht stellvertretend für den Fußballplatz. “Ich bekomme einen Ball in die Hand? Aha, es geht zum Fußballplatz.“

Dies gibt Sicherheit. Man kann sich darauf einstellen, was gleich passiert und sich darauf freuen.

Neben realen Gegenständen finden sich Fotos- und Symbolkarten überall im Alltag unserer Schule wieder.

Auf dem Weg zu einer Versorgung mit einer elektronischen Kommunikationshilfe werden oft Kommunikationstafeln zu unterschiedlichen Themen oder eine Sammlung von Tafeln in einer Mappe zusammengestellt.

Viele Schüler:innen verfügen über ein Ja/Nein-Konzept, das sie jedoch lautsprachlich nicht äußern können. Hierfür nutzen sie oftmals individuelle körpereigene Zeichen, die je nach körperlicher Verfassung täglich variieren. Daher ist es hilfreich, zusätzlich Metacomsymbole zu nutzen. Am Rollstuhl kleben wir diese gut erreichbar auf, z.B. auf die Schutzbleche der Räder. Grundsätzlich gilt hier links-ja, rechts-nein.

PECS

Der PECS-Ansatz eignet sich insbesondere für nichtsprechende Schüler:innen, die von sich aus Interesse, aber noch keine eigene Initiative zur Kommunikation und Interaktion zeigen. Durch den systematischen Austausch von Bildkarten gegen beliebte Gegenstände oder Aktionen (Verstärker) erlernen die Schüler:innen, selbst aktiv zu werden und werden unmittelbar mit etwas Positivem belohnt.

  • PECS ist ein 6-Phasen-Modell
  • setzt keinerlei Vorerfahrungen an Kommunikation voraus
  • benötigt zu Beginn kein Symbolverständnis
  • wird in einer klar strukturierten Lernumgebung geübt
  • schafft Voraussetzungen für das Verstehen des Ursache-Wirkungs-Prinzips
  • nutzt Verstärker (Gegenstände, Aktivitäten oder Lebensmittel, die der Schüler/die Schülerin besonders gerne mag)
  • hilft zu verstehen, dass man Kommunikation initiieren kann
  • leitet über in erfolgreiche Kommunikation und Interaktion
  • kann den Weg zum Übergang zu komplexen Kommunikationshilfen ebnen
  • macht Spaß!